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Ayurveda – Allgemeines

Ayurvedische Fachbegriffe

Eine kleine Auswahl der am häufigsten gebrauchten ayurvedischen Fachbegriffe.

[Umfangreiche Glossare mit ayurvedischen Fachbegriffen sind in den beiden Werken „Ayurveda-Lehrbuch – Caraka-Saṃhitā-Kompendium” und „Ayurveda Materia Medica” enthalten.]

agni
Feuer; das Verdauungsfeuer
āma
1. roh, ungekocht, unverdaut, unreif; 2. unverdaute Speise; das Produkt mangelhafter Verdauung und mangelhaften Stoffwechsels; Verdauungstoxine, -schlacken.
āmadoṣa
Störung, Krankheit verursacht durch āma.
aroga
Frei von Krankheit
ātma
individuelle Seele
āyus
das Leben
brahman, paramātma, bhagavān
3 Aspekte des Absoluten: 1. brahman – unpersönliche Form (alldurchdringende spirituelle Energie), 2. paramātma – der Herr als Überseele im Herzen eines jeden Lebewesens, 3. bhagavān – die Persönlichkeit Gottes in vielen spirituellen Formen.
buddhi
Intelligenz, Intellekt
cūrṇa
Pulver
dhātus
Körpergewebearten. 7 dhātus sind: 1. rasa-dhātu (Essenz der Nahrung, des Nahrungssaftes; Lymphe; Plasma), 2. rakta-dhātu (Blut), 3. māṃsa-dhātu, (Muskelgewebe) 4. medah-dhātu (Fettgewebe), 5. asthi-dhātu (Knochengewebe), 6. majjā (Knochenmark), 7. śukra-dhātu (Samen)
doṣas
Die 3 Lebensenergien, Körperfunktionen regulierende Energien; Prinzipien (und Substanzen), die verschiedene Funktionen des Körpers regulieren: vāta, pitta, kapha. Wenn sie gestört sind verursachen sie Fehler, d.h. Krankheiten, und da diese drei leicht gestört werden können durch falsche Ernährung, falsche Lebensweise und äußere Faktoren, werden sie doṣas genannt, was wörtlich »Fehler« bedeutet.
ghṛta
Ghee, Butterfett, geklärte Butter
guṅa
Eigenschaft, Merkmal. Im Ayurveda werden 20 guṇas, Eigenschaften von Substanzen, genannt: schwer – leicht, kalt – heiß, feucht – trocken, stumpf – scharf, stabil – mobil, fest – flüssig, grob – fein, glatt – rau, trüb – klar und hart – weich.
guru
1. schwer, 2. Lehrer des vedischen Wissens
īśvara
der Höchste Herr, die Persönlichkeit Gottes
kāla
Zeit; Jahreszeit und Stadium einer Krankheit
kapha
Schleim (śleṣma); Schleim regulierende Energie im Körper.
karma
Aktion, Arbeit, Handlung, Tätigkeit
karma-phala
»Früchte« (phala), Ergebnisse, Resultate, Folgen von Handlungen. Wenn Menschen, die mit vedischen und ayurvedischen Wörtern und Fachbegriffen nicht vertraut sind, von karma reden, meinen sie damit eigentlich karma-phala. [Durch das göttliche Karma-Gesetz sind Menschen gezwungen, die Früchte ihrer Handlungen zu ernten, ob sie wollen oder nicht.]
langhana
reduzierend; reduzierende Therapie; Fasten
mahābhūtas
5 »große Elemente« – 1. Erde (bhu), 2. Wasser (ap), 3. Feuer (tejas), 4. Luft (vāyu), 5. Äther/Raum (ākāśa)
manas
Geist, Verstand, Gemüt
mantra
vedische, spirituelle Klangschwingung
nirāma
(Krankheit) »frei von āma«
pañca-karma
5 Reinigungstherapien: Kopfreinigung (śirovirecana), Emesis (vamana), Purgation (virecana), Enema (öliges und nicht-öliges Enema – anuvāsana, asthāpana)
paramātma
Überseele, die höchste Seele
pitta
Feuer; Feuer (Metabolismus) regulierende Energie im Körper.
puruṣa
Die spirituelle Person, das unzerstörbare, ewige Lebewesen im Körper.
rajo-(guṇa)
Erscheinungsweise der Leidenschaft
rasa
1. Geschmack (süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb), 2. Saft, Flüssigkeit, 3. Essenz
rasāyana
Verjüngung; Verjüngungsmittel; verjüngend; Elixier; Mittel, das rasa-dhātu verbessert (und damit auch die folgenden dhātus)
roga
Krankheit
sāma
(Krankheit) »verbunden mit āma«
sattva-(guṇa)
Erscheinungsweise der Reinheit, Klarheit, Tugendhaftigkeit
sat-cit-ānanda
Sein, Wissen und Glückseligkeit
snehana
ölend und befeuchtend
svedana
schweißtreibend, schweißtreibende Therapie
taila
Öl, Massageöl, Sesamöl
tamo-(guṇa)
Erscheinungsweise der Unwissenheit, Dunkelheit
triguṇa
Die drei Erscheinungsarten der materiellen Natur: sattva (Reinheit, Klarheit), rajas (Leidenschaft), tamas (Unwissenheit, Trübheit, Dunkelheit)
vatis
Tabletten, Pillen
vāta
Luft (vāyu); Luft regulierende Energie im Körper.
veda
Wissen, Wissenschaft
vidya
Wissen